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Umsetzung
der Publizitätsvorgaben des
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2023–2027
Perg-Strudengau: Professionalisierung des Jerusalemwegs in der Gründungsregion – Lokale Wurzeln, globale Friedensroute
Der Jerusalemweg ist die längste internationale Friedens- und Pilgerroute der Welt. Er führt von Spanien über Österreich bis nach Jerusalem und verläuft durch mehr als 15 Länder. Die Route steht für Versöhnung, interreligiösen Dialog und europäische Identität. Im Jahr 2010 wurde der Jerusalemweg in 4341 Arbing, Oberösterreich gegründet, 2014 folgte die Vereinsgründung. Heute umfasst das Netzwerk rund 250 Mitglieder in etwa 15 Ländern.
Der Strudengau stellt die Geburts- und Gründerregion des Jerusalemwegs dar: Hier begann der erste historische Pilgerweg in Richtung Osten, hier nahm 2010 die Friedensinitiative ihren Ausgang. Die Region hat somit eine besondere kulturelle und auch spirituelle Bedeutung und hat Alleinstellungsmerkmal innerhalb dieser internationalen Bewegung.
Der Jerusalemweg ist seit 2025 offizieller Kandidat für die Zertifizierung als Kulturroute des Europarates.
Mit dem LEADER-Projekt wird der Jerusalemweg in seiner Geburts- und Gründerregion sichtbar gemacht, professionell strukturiert und nachhaltig verankert. Geplant ist die kulturtouristische und digitale Erschließung des Wegabschnitts „Donau bis Donau“ – von Luftenberg (Abwinden) bis Grein an der Donau (ca. 49 km), der das Herzstück der österreichischen Friedensroute nach Jerusalem bildet. Ergänzt wird dieser Abschnitt durch den Jerusalemweg Schwertberg als ca. 6 km langen Zubringerweg von Schwertberg in Richtung Au an der Donau.
Ziele:
Mit dem Projekt soll die europäische Kulturroute Jerusalemweg in ihrer Gründungsregion Perg–Strudengau eine gezielte Professionalisierung und Sichtbarmachung erfahren. Ziel ist es, den Ursprung des internationalen Friedensweges in Oberösterreich als lebendigen Ort europäischer Werte, Begegnung, Toleranz und Erinnerungskultur zu stärken.
Im Mittelpunkt stehen die Infrastrukturverbesserung, digitale Erschließung und aktive Einbindung der Bevölkerung, insbesondere junger Menschen.
Konkret sollen erreicht werden:
- Einheitliche Beschilderung des rund 60 km langen Abschnitts von Luftenberg (Abwinden) über Arbing bis Grein inklusive Zubringer Schwertberg–Arbing.
- Gestaltung eines Startplatzes und Aufstellung von sieben Solarbänken („Smart Benches“) in den Gemeinden als sichtbare Friedenssymbole und Rastpunkte.
- Relaunch der Website und Entwicklung einer barrierearmen App mit Navigation, kulturellen Informationen und digitalen Stempelstellen.
- Stärkung der digitalen Kommunikation durch Social-Media-Präsenz, um die internationale Reichweite (6.000 Mitglieder aus 110 Ländern) gezielt für die Region zu nutzen.
Darüber hinaus soll das Projekt die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Schulen, Vereinen und Tourismusstellen fördern, um den Weg als Ort des Friedens, der Bildung und des interkulturellen Dialogs in der Region zu verankern. Dadurch wird Perg-Strudengau als lebendige Friedensregion und als authentischer Ursprung des internationalen Jerusalemwegs positioniert.
Der Jerusalemweg – 2010 in Arbing gegründet, 2014 als Verein institutionalisiert und seit 2025 offizieller Kandidat für die Zertifizierung als Kulturroute des Europarats – verbindet über 15 Länder und steht für interkulturellen Austausch, Nachhaltigkeit und europäische Identität.
Durch das Projekt wird die Gründungsregion als Wiege eines globalen Friedensprojekts sichtbar, die Bevölkerung aktiv eingebunden und der Strudengau langfristig als Ort des Friedens, der Kultur und des nachhaltigen Pilgertourismus positioniert.
Zielgruppe:
Das Projekt richtet sich an eine breite Zielgruppe, die durch den Jerusalemweg auf unterschiedliche Weise verbunden wird:
- Pilger:innen, Wanderer und Menschen mit spirituellem oder kulturellem Interesse, die den Weg als Friedens- und Begegnungsroute erleben.
- Schüler:innen, Jugendgruppen und Bildungseinrichtungen, die den Jerusalemweg im Rahmen von Friedensmärschen, Schulprojekten oder interkulturellen Lernformaten nutzen.
- Tourist:innen und Kulturinteressierte, die den Jerusalemweg als Teil des sanften, spirituellen und nachhaltigen Kulturtourismus entdecken.
- Besucher:innen aus der Region und darüber hinaus, die an Kultur, Spiritualität und nachhaltigem Tourismus interessiert sind.
- Gemeinden, Vereine und lokale Akteure entlang der Route, die von der erhöhten Sichtbarkeit, regionalen Vernetzung und gemeinsamen Friedensarbeit profitieren.
- Europäische Partner:innen und Kulturinstitutionen im Rahmen des Netzwerks der Europarats-Kulturroute, die durch den professionell ausgestalteten Abschnitt in der Gründungsregion gestärkt werden.
Erwartende Ergebnisse:
- Steigerung der Wertschöpfung
- Regionales Tourismus- und Freizeitangebot weiterentwickeln
- Weiterentwicklung als Bewegungsregion durch Ausbau touristischer Infrastruktur und Freizeitangebote
