Alles beginnt mit dem ersten Schritt

Der JERUSALEMWEG führt als internationaler Friedensweg von Spanien durch Europa und Asien nach Jerusalem.

Der JERUSALEMWEG verbindet Religionen und Völker in einem einzigartigen Friedensprojekt.

Der JERUSALEMWEG steht für gegenseitige Anerkennung und Toleranz.

Die Liebe, die stärkste Kraft des Universums, durchdringt – durchlichtet alles und baut Brücken zwischen allen Menschen

 

Pilgern schafft Offenheit für Begegnungen, baut Vorurteile sowie Ängste ab und stärkt das Vertrauen – das Urvertrauen! Was Religionen und Völker trennt, können wir Menschen in Liebe verbinden!

Jordanien

In Jordanien führt uns der Weg über Jerash bis nach Amman und in der Folge zum Berg Nebo mit einem überwältigenden Blick ins Jordantal. Die Landschaft um den Berg Nebo ist einsam, karg, meditativ und malerisch.
Aus dem Reistagebuch:

Im Königreich JORDANIEN
Wir sind am 10.12.2010 in JORDANIEN eingereist!! Sowohl die Ausreise aus Syrien als auch die Einreise in Jordanien verliefen relativ unkompliziert. Bis auf das militärische Grenzsperrgebiet, das wir wiederum nicht zu Fuß durchqueren durften. Daher fuhren wir in einem jordanischen PKW mit, welchen wir an der Grenze "gestoppt" hatten und somit reisten wir ganz bequem ein. In den letzten Tagen war es in Syrien ungewöhnlich warm mit Temperaturen bis zu 25 Grad, dies im Dezember!! Aber tags darauf kam der lang erwartete (aber nicht von uns!) Wettersturz, mit Sturm und Eisregen am Weg durch die jordanischen Berge Richtung Amman!!! Nun fühlten wir uns fast wie zu Hause, wo zu diesem Zeitpunkt tiefster Winter herrschte...

Advent am Jerusalemweg...
Advent, die stillste Zeit des Jahres, die ersten Tage im Dezember 2010 sind bereits vergangen. Zeit, auch am Pilgerweg inne zu halten und die bisherigen Monate revue passieren zu lassen. Nach so langer Zeit, die wir drei gemeinsam zu Fuß unterwegs sind, sind nun doch die letzten Wochen am Jerusalemweg angebrochen. 
So vieles durften wir bisher erleben, der Weg war und ist sicherlich nicht immer einfach, aber das haben wir ja gewusst! Wir wurden und werden mit den Sonnen- und Schattenseiten in uns konfrontiert, dies freiwillig und jeden Tag. Jedoch manchmal sicherlich auch mehr als mir / dir lieb ist. Was du daraus machst, bleibt immer eine persönliche Entscheidung. Ja, pilgern macht nicht heil oder heilig! Aber es bietet mehr als alles andere die Gelegenheit dazu und dies versuchen zu dürfen, ist unbeschreiblich – ein Geschenk Gottes.
Wir sind derzeit im Königreich Jordanien, in weniger als 2 Wochen ist Heiliger Abend und wir haben über 4.000 km zurückgelegt. Somit sind wir von unserem großen Ziel, Weihnachten in Bethlehem zu verbringen, nicht mehr sehr weit entfernt. Das bisher erlebte ist bereits mehr als wir erwarten durften und so Gott will, werden wir auch die restlichen Kilometer schaffen und gesund am Ziel ankommen dürfen. Denn das Ankommen am Ziel ist wichtig, aber nicht wichtiger als die Reise selbst, denn mit der Reise verbringst du mehr Zeit als mit dem Ankommen.
Leider hat die vergangene Zeit auch auf tragische Art und Weise bewiesen, dass ABSOLUT nichts selbstverständlich ist! Wir sind nun ein knappes halbes Jahr unterwegs und in dieser Zeit sind DREI Kollegen unserer Polizeidienststelle in Linz, mit je gut 40 Jahren verstorben. Völlig überraschend wurden Sie aus dem Leben gerissen...!
Ich denke nun an die Zeit vor ein paar Jahren zurück, als ich mich dazu entschlossen hatte zu versuchen, von zu Hause aus nach Jerusalem zu gehen. Bereits damals und ganz speziell in den letzten Monaten der Vorbereitung auf die Pilgerreise, fand auch das eine oder andere Gespräch statt, wo von verschiedensten Personen auch auf die Gefahren dieser Pilgerung, speziell im Nahen Osten, hingewiesen worden ist. Ja, diese Pilgerreise ist kein "Spaziergang" und natürlich ist es wichtig, sich gut vorzubereiten. Aber wir sollten nicht darauf vergessen, dass es im Leben keine Sicherheiten gibt - auch wenn durch Politik und Werbung versucht wird, uns das Gegenteil klarzumachen (zu manipulieren). Alles sei unendlich - Nein - das Leben ist endlich, da es mit dem Tod endet! Zumindest mit dem, was im Allgemeinen darunter verstanden wird. Daher sollten wir wenigstens versuchen, unsere Träume (sofern wir welche haben!) zu leben, denn dann ist jeder Augenblick mit Sinn erfüllt. Schlussendlich geht es darum, dass jeder/jede seinen "Seelenplan" lebt bzw. dies versucht. Diesen Plan spüren wir, indem wir dass, was wir gerade tun oder erleben, mit einer inneren Freude und Harmonie wahrnehmen.
Darüber hinaus können wir speziell durch eine Pilgerreise unser Gottvertrauen stärken oder zumindest uns dafür öffnen. Dieses Vertrauen ist auch dass, was nach einer Pilgerreise, einer Reise zu sich selbst und somit zu Gott, Bestand haben sollte. Für sich selbst und in der Folge für das Umfeld. Dadurch kann jeder Tag vollkommen sein und bietet die Gelegenheit, dass wir dass, was Ewigkeit ist, verspüren. Wenn wir noch versuchen, jeden Augenblick völlig bewusst wahrzunehmen und zu erleben, dann wüssten wir was Ewigkeit ist, denn die Gegenwart ist ewig!