Türkei
GPS ist für alle Länder von Spanien bis Jerusalem verfügbar!
Details siehe Menü ROUTE
Die Route durch die Türkei / Kleinasien beträgt etwa 2.180 km und ist damit der längste zusammenhängende Streckenabschnitt aller Länder auf dem Weg nach Jerusalem. Zugleich ist die Türkei eines der landschaftlich schönsten und gastfreundlichsten Länder am gesamten JERUSALEM WAY.
Die folgenden Informationen richten sich an Pilgerinnen und Pilger, die ihre Route konkret planen oder sich vertieft mit dem Weg durch die Türkei beschäftigen.
Grenzübertritt Griechenland / Türkei (Kipoi / Ipsala):
Der Grenzübertritt ist nur mit einem Fahrzeug möglich. Am einfachsten bestellt man im Café wenige Meter vor der griechischen Grenzkontrollstelle ein Taxi. Dieses fährt direkt bis zur türkischen Grenzkontrolle – unkompliziert und erprobt. So haben es bereits viele Pilgerinnen und Pilger problemlos gemacht. Beispiel ansehen
HOŞGELDİNİZ / WELCOME IN TURKEY
Der Jerusalemweg führt von Griechenland kommend über den Grenzübergang Kipoi / Ipsala und in der Folge bewusst über die Dardanellen nach Asien.
Den direkten Weg von Istanbul nach Konya empfehlen wir ausdrücklich nicht, da man dabei zahlreiche bedeutende historische, kulturelle und spirituelle Orte verpassen würde. Dazu zählen unter anderem mehrere UNESCO-Welterbestätten wie Troja, Ephesos (inkl. Haus Mariens), Pamukkale, Hierapolis, Laodizea, Pergamon, Smyrna sowie Wege des Apostels Paulus und mehrere der „Sieben Gemeinden“ der Offenbarung.
Aus diesen Gründen führt der internationale Friedensweg JERUSALEM WAY bewusst über die Dardanellen von Europa nach Asien. Diese Region ist seit Jahrtausenden eine geschichtliche Schlüsselstelle. Aufgrund ihrer strategischen Bedeutung war sie bis ins 20. Jahrhundert stark umkämpft – unter anderem im Ersten Weltkrieg, bei dem hier hunderttausende Soldaten ihr Leben verloren. Zahlreiche Gedenkstätten erinnern daran und laden Pilgerinnen und Pilger zu stillem Gedenken, Gebet und innerer Einkehr ein.
Bereits in der Antike überquerten hier Großkönig Xerxes I. (5. Jh. v. Chr.) sowie Alexander der Große (334 v. Chr.) den Hellespont. Auch Kaiser Friedrich I. Barbarossa setzte hier mit seinem Heer im Rahmen des Dritten Kreuzzugs nach Asien über.
Hinweis / Istanbul:
Wer Istanbul zusätzlich besuchen möchte, kann in Keşan einige Ruhetage einlegen und von dort per Bus (Direktverbindung) nach Istanbul fahren. Nach der Besichtigung kehrt man nach Keşan zurück und setzt den Jerusalemweg fort. Dieses Vorgehen hat sich bei mehreren Pilgerinnen und Pilgern bewährt.
Der Jerusalem Way führt anschließend quer durch Kleinasien bis nach Antakya (antikes Antiochia am Orontes). Diese geschichtsträchtige Stadt nahe der syrischen Grenze markiert derzeit das Ende des Jerusalemwegs in der Türkei. Eine Weiterreise nach Syrien ist aktuell nicht möglich. Wir empfehlen daher, von Antakya per Flug nach Amman (Jordanien) zu reisen und von dort mit dem Bus nach Ar-Ramtha zu fahren – dem Startpunkt des Jerusalemwegs in Jordanien.
Die Menschen in der Türkei sind allgemein sehr hilfsbereit, die Gastfreundschaft ist groß. Landschaftlich und kulturell zählt die Türkei zu den vielfältigsten und eindrucksvollsten Ländern am gesamten Weg nach Jerusalem – für viele Pilger ein echtes Highlight.
Unterkünfte:
In der App sind zahlreiche Unterkunftstipps als POIs hinterlegt. Zusätzlich hat unser Türkei-Repräsentant Murat Kulansi eine Übersetzung erstellt, die die friedliche Absicht der Pilgerreise erklärt. Dieser Text hat vielen Pilgerinnen und Pilgern geholfen – etwa bei Gesprächen mit Einheimischen, bei der Unterkunftssuche oder bei Polizeikontrollen. Die Übersetzung ist Bestandteil der GPS-Bestellung (künftig direkt in der Jerusalemweg-App integriert).
Winter in der Türkei
In den Wintermonaten (Dezember bis Februar) kann es in den Bergen zu starkem Schneefall kommen. Der Abschnitt von Akşehir bis Konya ist in dieser Zeit nicht zu empfehlen. Der höchste Pass der Route liegt bei etwa 2.000 Metern (Taurusgebirge). Bei Schnee sollte auf die nahegelegene Straße ausgewichen werden.
Anmerkung: Zwischen Akşehir und Konya verläuft der Jerusalemweg teilweise gemeinsam mit dem Sufi Trail (ca. 160 km). In manchen Dörfern gibt es einfache Übernachtungsmöglichkeiten. Am besten den Muhtar (Bürgermeister) nach einem Schlafplatz fragen – oft erhält man dort sogar einen Pilgerstempel.
GPS ist in diesem Abschnitt zwingend erforderlich, da die Route teilweise querfeldein verläuft und schwer zu finden ist. Im Winter sind viele Unterkünfte geschlossen oder nicht beheizt.
Unterkünfte – praktische Hinweise:
Sollte in einem Dorf keine Übernachtung möglich sein, empfiehlt es sich, per Minibus, Taxi oder per Anhalter in den nächsten größeren Ort zu fahren. Am nächsten Tag kann man zur Route zurückkehren. Die Mehrheit der Pilgerinnen und Pilger geht ohne Zelt – der Weg ist dennoch gut machbar.
Kontakt & Unterstützung – Türkei
Bei konkreten Fragen oder Unterstützungsbedarf wende dich bitte an Murat Kulansi (Repräsentant JERUSALEM WAY Türkei). Er spricht Türkisch, Englisch und Deutsch und unterstützt Pilger bestmöglich. Seine Agentur Aura Tour ist auf Wander- und Pilgerreisen in der Türkei spezialisiert.
JERUSALEM WAY Team Türkei
Mail: kulansi@aura-tour.com
Telefon & WhatsApp: +90 533 330 77 31
GPS-App mit POIs & Unterkunftstipps für die Türkei ist im Webshop verfügbar. Nachfolgend findest du eine GPS-Musteretappe.









