Antiochia / Antakya und Reyhanlı
Der nördliche Zugang zur Syrienroute beginnt im Raum Antiochia / Antakya und führt über den Grenzbereich bei Reyhanlı weiter nach Syrien. Damit berührt der Weg bereits zu Beginn einen Raum von großer Bedeutung für das frühe Christentum und für die Verbindung zwischen Anatolien und der Levante.
St. Simeon und die „Toten Städte“
Im Nordwesten Syriens führt der Weg in Richtung des Heiligtums des heiligen Simeon Stylites. Die Region der sogenannten „Toten Städte“ ist eine außergewöhnliche Kulturlandschaft der Spätantike und byzantinischen Zeit und ein bedeutender Raum des frühen Christentums.
St. Simeon gehört zu den eindrucksvollsten geistlichen Erinnerungsorten Syriens und verleiht der Route eine besondere Tiefe.
[PLATZHALTER FOTO 2]
Empfehlung: St. Simeon – Ruinen des Simeonsklosters entlang des Jerusalemwegs
Bildunterschrift: St. Simeon – Ruinen des Simeonsklosters entlang des JERUSALEM WAY.
Aleppo
Aleppo ist einer der großen Kultur- und Begegnungsorte Syriens. Die Stadt war über Jahrhunderte ein Knotenpunkt zwischen Ost und West, zwischen Handel, Religion und urbaner Zivilisation. Ihre monumentale Zitadelle gilt als eines der bedeutendsten Festungsbauwerke des arabischen Raums.
Gleichzeitig steht Aleppo heute auch für Verwundung, Zerstörung und Hoffnung. Gerade deshalb besitzt die Stadt auf dem JERUSALEM WAY eine besondere Symbolkraft – als Ort der Geschichte, des Leids und der möglichen Versöhnung.
[PLATZHALTER FOTO 3]
Empfehlung: Panoramablick auf Aleppo von der Zitadelle, 8. Mai 2026
Bildunterschrift: Panoramablick auf Aleppo von der Zitadelle, 8. Mai 2026.
[PLATZHALTER FOTO 4 – OPTIONAL]
Empfehlung: Blick Aleppo von der Zitadelle, 8. Mai 2026
Bildunterschrift: Blick auf Aleppo von der Zitadelle, 8. Mai 2026.
Hama
Hama ist berühmt für seine historischen Norias, die großen Wasserschöpfräder am Orontes. Sie gehören zu den bekanntesten kulturellen Wahrzeichen Syriens und stehen auf der UNESCO-Tentativliste.
Homs
Homs trägt mit der Tradition des Gürtels Mariens eine besondere geistliche Bedeutung. In der syrisch-orthodoxen Überlieferung wird dort in der Kirche des Heiligen Gürtels eine Reliquie verehrt, die mit Maria und dem Apostel Thomas verbunden ist. Dadurch erhält Homs auf dem Weg Richtung Jerusalem eine klare marianische und frühchristliche Dimension.
Krak des Chevaliers
Auf der Route liegt auch der Raum des Krak des Chevaliers, einer der bedeutendsten Burgenlandschaften des östlichen Mittelmeerraums. Dieser Ort steht nicht primär für Wallfahrt, wohl aber für die komplexe Geschichte von Europa und der Levante, von Macht, Begegnung, Konflikt und kultureller Verflechtung. Gerade deshalb ist er für den JERUSALEM WAY als Friedensweg von besonderer Aussagekraft.
Qalamun, Maaloula, Thekla, Cherubim und Saidnaya
Im Raum des Qalamun-Gebirges erreicht die Route einen weiteren geistlichen Höhepunkt.
Maaloula ist von besonderer Bedeutung, weil dort nicht nur eine lebendige christliche Tradition besteht, sondern auch westaramäische Sprachtraditionen bis in die Gegenwart erhalten geblieben sind.
Mit Thekla ist Maaloula zudem mit einer frühen christlichen Heiligentradition verbunden, die dem Ort zusätzliche pilgerische und geistliche Bedeutung verleiht.
Auch Cherubim und Saidnaya / Sednaya gehören zu den wichtigen geistlichen Orten entlang der Route. Besonders das Kloster von Saidnaya zählt zu den bedeutenden christlichen Wallfahrtsorten Syriens und gibt dem Weg einen klaren marianischen und klösterlichen Schwerpunkt.
[PLATZHALTER FOTO 5]
Empfehlung: Wegabschnitt auf dem Jerusalemweg Richtung St. Simeon
Alternativ oder zusätzlich: Begegnungsfoto oder Maaloula-/Klosterfoto, falls vorhanden
Bildunterschrift: Wegabschnitt auf dem JERUSALEM WAY in Syrien.
Damaskus
Damaskus ist eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Städte der Welt und ein herausragender Ort religiöser und kultureller Begegnung.
Die Umayyaden-Moschee ist eines der bedeutendsten Heiligtümer der islamischen Welt und zugleich ein Ort, an dem sich unterschiedliche religiöse Erinnerungstraditionen berühren. Nach alter Überlieferung befindet sich dort auch der Schrein mit dem Haupt Johannes des Täufers. Gerade dieser Ort zeigt in besonderer Weise, wie sich christliche und islamische Verehrung in Syrien berühren.
Bosra
Im Süden der Route liegt Bosra, ein bedeutender antiker Ort mit römischer, byzantinischer und später islamischer Geschichte. Bosra verleiht dem südlichen Abschnitt des Weges große kulturgeschichtliche Tiefe auf dem Weg weiter nach Jordanien und Jerusalem.