Alles beginnt mit dem ersten Schritt

Der Jerusalemweg - Der weltweit längste Friedens- und Kulturweg!

Der Jerusalemweg verbindet Religionen und Völker in einem einzigartigen Friedensprojekt.

Der Jerusalemweg steht für gegenseitige Anerkennung und Toleranz.

Die Liebe, die stärkste Kraft des Universums, durchdringt, durchlichtet alles und baut Brücken zwischen allen Menschen!

 

Pilgern schafft Offenheit für Begegnungen, baut Vorurteile sowie Ängste ab und stärkt das Vertrauen – das Urvertrauen! Die vermeintlichen Grenzen zwischen Völkern und Religionen können von einzelnen Menschen in Liebe und gegenseitigem Respekt überbrückt werden.

Waldsassen – Tirschenreuth
22,40 km / 5,5 h / ↓ 325 m / ↑ 345 m
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Höhenprofil


Beschreibung

Startpunkt: Zisterzienserinnen-Abtei Waldsassen

 

Markierung: Oberpfalzweg gelb-weiß-gelb (horizontal)

 

Waldsassen mit seiner alten, aber bis heute sehr lebendigen Zisterzienser bzw. Zisterzienserinnen-Abtei ist nicht nur geografisch ein idealer Ausgangs- oder Zwischenpunkt für eine Pilgerfahrt nach Jerusalem. Es liegt praktisch auf einer Linie zwischen der alten Zisterzienser-Abtei Loccum bei Bremen und Passau und ist über die bereits erschlossenen Pilgerwege Loccum-Volkenroda und Via Porta - Volkenroda-Waldsassen bestens angebunden.

Pilgern ist aber nicht (nur) sportliche Betätigung in der Natur oder eine andere Art von Tourismus, sondern immer eine spirituell motivierte Reise – zu einem besonderen heiligen Ort und zu sich selbst. Die Beweggründe der Pilger sind dabei so unterschiedlich wie die Menschen selbst.

Im vom christlichen Geist tief durchdrungenen, europäischen Mittelalter standen Bitt- und Dank-, oder auch Bußpilgerfahrten im Mittelpunkt. Dies spielt immer noch eine Rolle, setzt aber eine bereits vorhandene geistige Gewissheit voraus. Heute ist es eher die Suche nach der Gewissheit, dem allumfassenden Geist der Schöpfung und dem persönlichen Weg, die Menschen zum Pilgern bewegt. Für viele Menschen kann Pilgern auch sowohl eine Methode, als auch ein Zeichen sein, Umkehr zu üben, sich von schädlichem, krank machendem Verhalten abzuwenden und neu zu beginnen, zur eigenen Mitte und Lebenskraft zurückzufinden.

Im Unterschied zur Wallfahrt, der kurzen, einem kleinen Fest vergleichbaren religiösen Unterbrechung des Alltags um - häufig in Gemeinschaft - die Nähe Gottes an einem heiligen Ort zu erfahren, ist für das Pilgern neben dem Ziel der lange Weg selbst essentiell. Es braucht einfach Zeit und kontemplative Ruhe um den Alltag abzuschalten und wieder offen für die Erfahrung des Geistes zu werden. Deshalb ist es auch so wichtig, eine Pilgerfahrt (im Unterschied zur Wallfahrt) zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu unternehmen, denn Wandern und Radeln sind Meditation in Bewegung.

Häufig braucht es eine ganze Zeit, um sich von den Zwängen und Routinen des Alltags frei zu machen und sich für die Erfahrung des Geistes zu öffnen. Die realen Zwänge, denen die modernen Menschen unterworfen sind, machen es oft unmöglich eine lange Pilgerfahrt wie den Jerusalemweg an einem Stück zu unternehmen. Die Teilabschnitte sollten aber nicht zu kurz sein. Selbst der auf etwa zwei Wochen ausgelegte Abschnitt des Jerusalemwegs von Waldsassen nach Passau ist eigentlich zu kurz, um wirklich unterwegs zu sein. Dies kann zu Enttäuschung und Frustration führen, weil sich der erhoffte Effekt nicht einstellt.

Empfehlenswert ist es daher, den Pilgerweg in Waldsassen nicht sofort nach der Anreise zu beginnen, sondern sich Zeit zu nehmen, die besondere Atmosphäre und die religiösen Angebote des alten Zisterzienserortes und der Abtei zu nutzen und sich auf diese Weise auf den Weg einzustimmen. Ein Ruhetag ist nicht nur zwischendurch, sondern gerade auch am Anfang wichtig. Er kann beispielsweise für eine Tageswallfahrt über den Rosenkranz-Stationsweg zur Kirche der Hl. Dreifaltigkeit (Kappl) oder zum nahegelegenen Wallfahrtsort Maria Loretto oder einfach nur zur Ruhe im Klostergarten, zur Teilnahme am Gottesdienst in der Basilika/der Klosterkirche, am Stundengebet der Schwestern oder zum Empfangen des Pilgersegens vor dem eigentlichen Aufbruch dienen.

 

Wegbeschreibung:

Die Tagesetappe beginnt auf dem Basilikaplatz in der Stadt Waldsassen der ringsum von den historischen Gebäuden der Abtei Waldsassen gesäumt wird. Im Osten die mächtige Stiftsbasilika St. Johannes, daran südlich anschließend die Zisterzienserinnen-Abtei Waldsassen mit der berühmten barocken Klosterbibliothek, der Klosterkirche, dem Gästehaus St. Josef und dem Großen Klostergarten mit der Umweltstation und dem Jugendstil-Gartenschulhaus. Nördlich an die Basilika angebaut, verbindet das ehem. Gästehaus des Klosters die alte Abteikirche mit dem Abtsschloss. Im Westen schließt das Rathaus den Platz ab. Ein Durchgang neben dem südlichen Ende des Rathauses führt in die 2017 wiederhergerichteten „Neuen Gärten“. Im Norden verengt sich der Platz zwischen dem ehem. Stadtschreiberhaus und dem dahinterliegenden ehem. Torwächterhaus zur Linken und dem ehem. Kastenamtsgebäude der Abtei zur Rechten. Nordöstlich verbindet ein Fußweg den Parkplatz und Wohnmobilstellplatz Schwanenwiese über die Wehranlagen des ehem. Abtsschlosses mit dem Basilikaplatz. Zwischen dem Abtsschloss und der Basilika schließt das ehem Gästehaus der Abtei mit seinen Arkadenbögen den Platz nach Osten hin ab. In der Mitte des Basilikaplatzes steht der Diepoldsbrunnen mit dem Standbild des Klostergründers, des Markgrafen Diepold III. von Vohburg.

Der Weg geht an der Außenseite des Gästehauses St. Joseph entlang über den Goetheplatz, der sich direkt südlich anschließt. Auf dem Platz steht die Goethesäule die der Künstler Erwin Otte aus Glastafeln der Waldsassener Glashütte Lamberts gefertigt hat. An der Stelle des heutigen Geschäftshauses an der Westseite des Platzes stand noch 1961/62 die sog. „Eisenfronfeste“, das 1808 errichtete Gefängnis des Landgerichtes Waldsassen. Am südlichen Ende des Goetheplatzes zweigt nach links die Brauhausstraße ab, an der sich das ehem. Brauhaus des Klosters, die zu einer Behinderteneinrichtung umgebaute Klostermühle mit den Pilgerzimmern der Abtei, und der Zugang zum Großen Klostergarten mit der Umweltstation befindet.

Der Jerusalemweg geht jedoch nach Süden weiter durch die Museumsstraße. Linker Hand befindet sich dort das Stiftslandmuseum. Die Museumsstraße endet am Karolinenring, der dem Verlauf der früheren äußeren Ringmauer des Klosters folgt. An der Einmündung der Museumsstraße in den Karolinenring befand sich ehemals das Untere Tor. Der Weg geht dann links nach Osten bis zur Badstraße und folgt dann dieser weiter nach Süden. Ein Stück weiter am Karolinenring in Richtung des Flüsschens Wondreb steht eine Ölbergkapelle mit lebensgroßen, aus Lindenholz geschnitzten Figuren, die 1733 in die äußere Ringmauer eingebaut wurde. Auf der Wondrebbrücke steht eine Skulptur des Brückenheiligen Nepomuk, die 1746 von Abt Alexander Vogel in Auftrag gegeben worden war.


Orte entlang der Route

Waldsassen - Königshütte - Neuhof - Leonberg - Themenreuth - Münchsgrün - Tirschenreuth


Bilder

Daten & Fakten

Distanz: 22,40 km
Region: Oberpfalz
Startpunkt: Waldsassen, Zisterzienserinnen-Abtei
Dauer: 5,5 h
Höhendifferenz: 67 m
Höchster Punkt: 541 m
Tiefster Punkt: 474 m
Gesamtaufstieg: 345 m
Gesamtabstieg: 325 m