FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Jerusalemweg
Der Jerusalemweg ist ein individueller Pilger- und Friedensweg, der eigenverantwortlich begangen oder mit dem Rad befahren wird. Diese FAQ bieten einen Überblick zu Route, Navigation, Vorbereitung und wichtigen organisatorischen Fragen rund um den Weg.
Hier weiterlesen: Kurzinfo & Vorbereitung
Der Jerusalemweg folgt bewusst einer West–Ost-Ausrichtung: von den historischen Pilgerwegen Westeuropas bis zu den Ursprungsorten der abrahamitischen Religionen im Osten. Diese Richtung ist zugleich praktisch, symbolisch und spirituell.
Praktisch verbindet der Weg bestehende Jakobsweg-Traditionen im Westen mit neuen Friedensräumen im Osten. In den ersten Abschnitten nutzt er gewachsene Pilger- und Kulturinfrastrukturen, die Orientierung und Planung erleichtern. Ab Österreich verlässt der Jerusalemweg zunehmend dichte Pilgernetze und führt durch Regionen, in denen GPS-Navigation, Vorbereitung und interkulturelle Sensibilität eine größere Rolle spielen. Dadurch wird die wachsende Eigenverantwortung der Pilger erfahrbar.
Symbolisch führt der Weg dem Sonnenaufgang entgegen. In vielen Kulturen steht der Osten für Neuanfang, Leben, Licht und Hoffnung. Der Westen hingegen wird traditionell mit dem Sonnenuntergang assoziiert. Der Jerusalemweg folgt bewusst der Bewegung hin zum Licht und zum Leben – nicht in Richtung Abschied, sondern in Richtung Aufbruch.
Auch sprachlich verweist der Begriff Orient auf diese Bedeutung: Er leitet sich vom lateinischen oriens ab und bedeutet Aufgang, Anfang, Orientierung. Der Jerusalemweg führt damit in den Orient – in die Orientierung: geografisch, kulturell und innerlich.
So steht die West–Ost-Richtung des Jerusalemwegs sinnbildlich für eine innere und äußere Reise – von äußeren Strukturen hin zu spirituellen Ursprüngen, von Bekanntem zu Neuem, von Vielfalt zu Begegnung, von Weg zu Sinn.
Der Jerusalemweg wird seit vielen Jahren begangen. Bereits über tausend Pilgerinnen und Pilger aus verschiedensten Ländern sind unterwegs gewesen – auf einzelnen Etappen ebenso wie auf dem gesamten Weg.
Der Jerusalemweg steht allen Menschen offen – unabhängig von Religion, Herkunft, Alter oder Erfahrung. Er ist ein Friedens- und Pilgerweg, kein sportlicher Wettkampf.
Der Weg kann:
- alleine oder in Gemeinschaft,
- in Etappen oder über längere Zeiträume,
- zu Fuß oder mit dem Rad
gemacht werden.
Wichtig ist die eigene Selbsteinschätzung hinsichtlich körperlicher, mentaler und organisatorischer Vorbereitung. Der Jerusalemweg lädt ein, den Weg im eigenen Tempo und im eigenen Lebenskontext zu gehen.
Der Jerusalemweg kann an vielen Orten begonnen werden – es gibt keinen verpflichtenden Startpunkt. Viele Pilgerinnen und Pilger starten von zuhause, auf bestehenden Pilgerwegen oder an einem für sie passenden Abschnitt der Route (siehe dazu auch den FAQ-Punkt "Wie lange dauert der Jerusalemweg?").
Ein bewährter Einstieg ist: Route auswählen → Etappen lesen → GPS/App nutzen → losgehen.
Der Jerusalemweg entfaltet sich Schritt für Schritt – nicht alles muss im Voraus feststehen. Planung ist hilfreich – Vertrauen ist entscheidend.
Der Jerusalemweg ist kein Weg mit einer festgelegten Dauer. Für den Weg ab Finisterre muss man etwa mit 1 Jahr rechnen.
Je nach Startpunkt umfasst die Route mehrere tausend Kilometer und wird entweder in einem Stück oder in Etappen über Jahre hinweg begangen – etwa von zu Hause aus, von Finisterre oder aus Österreich im Herzen Europas.
Manche Pilger gehen:
-
einzelne Abschnitte,
-
Länderetappen,
-
oder verbinden den Weg mit bestimmten Lebensphasen.
Der Jerusalemweg versteht sich nicht nur als Projekt mit Enddatum (wobei viele Pilger Weihnachten oder Ostern anpeilen), sondern auch als Lebensweg, der individuell über Jahre gestaltet wird.
Am Ende ist nicht die Länge oder Geschwindigkeit entscheidend, sondern die bewusste Erfahrung des Unterwegsseins als Fremder in der Fremde (Peregrinos). Siehe dazu auch "Pilger der Hoffnung"
Empfehlenswert ist ein leichter, robuster Rucksack mit guter Wanderausrüstung: wetterfeste Kleidung, gutes Schuhwerk, Reiseapotheke, Trinkflasche, Sonnenschutz, Handy mit GPS-App, Reisepass und ggf. Visa je nach Land.
Planung ist hilfreich – Vertrauen ist entscheidend.
Ja. Es gibt grundsätzlich mehrere Möglichkeiten, auf den Jerusalemweg zu gelangen.
Eine mögliche Route führt von Rom über die Via Francigena del Sud nach Brindisi, von dort mit der Fähre nach Albanien und anschließend entlang der Via Egnatia bis nach Thessaloniki. Kurz vor Thessaloniki kreuzt diese Route den Jerusalemweg – ab diesem Punkt bist du direkt auf dem Friedensweg in Richtung Heiliges Land. Der genaue Schnittpunkt ist als Point of Interest (POI) in unserer App markiert.
Die meisten Pilgerinnen und Pilger erreichen den Jerusalemweg in diesem Abschnitt jedoch über die Balkanroute, die durch Ungarn, Serbien, Kosovo und Nordmazedonien nach Griechenland führt.
Diese Route empfehlen wir aus mehreren Gründen besonders:
– Sie ermöglicht tiefe und authentische Begegnungen mit muslimischen, serbisch-orthodoxen, griechisch-orthodoxen und weiteren religiösen und kulturellen Traditionen in einem respektvollen Miteinander.
– Sie ist eine ideale innere und äußere Vorbereitung auf den weiteren Weg durch die Türkei und den Nahen Osten.
– Aus Sicht des Friedensprojekts Jerusalemweg hat der Balkan eine zentrale symbolische und gesellschaftliche Bedeutung für Europa.
Abschnitte der historischen Via Egnatia wurden in Griechenland dort integriert, wo sie aus heutiger pilgerpraktischer Sicht sinnvoll sind. In anderen Bereichen wurde die Route bewusst angepasst, da Teile der antiken Trasse heute sehr steil, unwegsam oder nahe an Schnellstraßen verlaufen.
Ab Kavala führt der Jerusalemweg daher bewusst oft entlang der Küste, durch Olivenhaine, zu spirituell besonderen Orten – darunter ein Kloster, das nur über einen Steg in einer Lagune erreichbar ist – sowie durch das antike Maroneia bis nach Alexandroupolis. Dieser Abschnitt zählt für viele Pilger zu den schönsten Etappen des Jerusalemwegs in Europa. Siehe dazu im FAQ auch "Balkanroute & Griechenland"
Der Jerusalemweg ist nicht überall durchgehend markiert. Die Navigation auf dem Jerusalemweg erfolgt grundsätzlich über GPS. Markierungen und Aufkleber sind in vielen Regionen vorhanden, ersetzen jedoch nicht die GPS-Navigation und dienen vor allem der Orientierung und Identität des Weges.
Detaillierte Informationen zur Navigation, zur Nutzung von GPS-Tracks sowie zur aktuellen App-Lösung finden sich im nächsten FAQ-Punkt „App / Navigation – Gibt es GPS-Daten?“.
Der Jerusalemweg bietet GPS-Tracks für die gesamte Route:
Für die Navigation auf dem Jerusalemweg wird aktuell die App Mapy.cz verwendet. Details und weiterführende Informationen finden sich auf der Website unter Route sowie unter GPS App.
Die Navigation erfolgt grundsätzlich über GPS. Markierungen und Aufkleber sind in vielen Regionen vorhanden, ersetzen jedoch nicht die GPS-Navigation. Insbesondere ab dem Balkan und weiter Richtung Türkei und Naher Osten ist eine zuverlässige GPS-Navigation notwendig. Markierungen dienen hier vor allem der Orientierung und Identität des Weges.
Die Route basiert auf präzisen GPS-Daten und zahlreichen Points of Interest (POIs), die Unterkünfte, Hinweise, kulturelle Orte und praktische Informationen enthalten. Erfahrung, Offenheit und Flexibilität gehören auch hier zum Weg.
Für eine vertiefende Orientierung und praktische Hinweise unterwegs empfehlen wir zusätzlich unsere Pilgerinfo: https://www.jerusalemway.org/faq/pilgerinformationen
Zusätzlich wird derzeit eine eigene Jerusalemweg-App entwickelt, die sich nach jahrelanger Arbeit in der finalen Entwicklungsphase befindet. Die App wird als offizieller digitaler Begleiter für Pilger dienen und voraussichtlich im Laufe des Jahres 2026 verfügbar sein.
Die Jerusalemweg-App soll unter anderem folgende Funktionen beinhalten:
– Offline-Karten für die Navigation ohne Internetverbindung
– Zahlreiche Hinweise zu Unterkünften, Houses of Hope und Partnern entlang des Weges
– Ein Pilgernetzwerk, das sichtbar macht, ob sich andere Pilger aktuell auf dem Weg befinden
– Virtuelle Pilgerstempel in allen Ländern an wichtigen und historischen Orten, ergänzend zu den klassischen Pilgerstempeln
Informationen zur Veröffentlichung und zu den Funktionen der App werden laufend auf der Website und über den Newsletter bekannt gegeben. Nachfolgend einige visuelle Eindrücke aus der aktuellen Entwicklungsphase der Jerusalemweg-App:



Entlang des Jerusalemwegs gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Übernachten – von einfachen Herbergen, Gästehäusern und Privatzimmern bis zu Häusern lokaler Gastgeber („Houses of Hope“). Unterkunftsempfehlungen sind als Points of Interest (POIs) in den GPS-Daten und in der App hinterlegt und enthalten zusätzlich hilfreiche Hinweise von Pilgern für Pilger.
Der westliche Teil des Jerusalemwegs bis Budapest ist frei zugänglich und online dokumentiert. Ab Budapest sind neben den GPS-Tracks auch umfangreiche POIs verfügbar – darunter Unterkünfte, praktische Hinweise, kulturelle Orte und Versorgungspunkte. Diese Inhalte sind im GPS-Angebot enthalten und werden laufend erweitert.
Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf dem östlichen Abschnitt ab Österreich – dem anspruchsvollsten Teil des Weges. Hier sind bereits für etwa 80 Prozent der Strecke Unterkunftsempfehlungen in der App erfasst. In Jordanien und Palästina bis Jerusalem gibt es für jede Etappe konkrete Unterkunftshinweise.
Bitte beachte: Der Jerusalemweg ist kein organisierter Pauschalweg. Unterkünfte können sich saisonal ändern, entfallen oder neu entstehen. Flexibilität, Eigenverantwortung und Offenheit gehören daher zum Weg.
Detaillierte Informationen findest du im Route-Menü sowie in den GPS-Daten und der App.
Balkanroute und Griechenland
Der Jerusalemweg ist weit mehr als ein Pilgerweg: Er ist ein internationales Friedens- und Kulturprojekt, das Menschen, Kulturen und Religionen verbindet. Besonders die Route über den Balkan ist von einzigartiger historischer Tiefe, geprägt von kultureller Vielfalt und symbolträchtigen Begegnungen.
- Historische Tiefe
Von Mohács (1526), Karlowitz und Belgrad über die UNESCO-Klöster Studenica und Žiča, das Amselfeld (Kosovo Polje), Skopje, Stobi, bis nach Thessaloniki und Philippi – dies sind nicht nur Wegpunkte, sondern Schlüsselorte der europäischen Geschichte. -
- Religiöse Dimension
Von den Orten des Paulus über die serbische Klosterstraße, die Kirche des Heiligen Sava – die größte orthodoxe Kirche der Welt – und die früheste archäologisch belegte Synagoge Nordmazedoniens bis zur Wiege des europäischen Christentums in Philippi: Diese Linie existiert so nirgendwo anders.
- Symbolische Bedeutung
Die Friedensbrücke von Mitrovica, die in umgekehrter Richtung begangene Flüchtlingsroute und der 500. Jahrestag der Schlacht von Mohács verleihen dem Weg eine besondere Aktualität als Zeichen der Versöhnung.- Mythos und Geschichte
Von den Epen Homers und Troja über Paulus und die ersten christlichen Gemeinden bis zu den antiken Straßen Via Militaris und Via Egnatia – der Jerusalemweg verbindet die großen Linien von Antike, Bibel und Literatur.
Damit wird er zu einem lebendigen Friedensweg, der Antike, Bibel und Gegenwart zusammenführt und Europa mit Jerusalem auf eine einzigartige Weise neu verknüpft. HIER IM DETAIL WEITERLESEN ...
- Mythos und Geschichte
- Symbolische Bedeutung
- Religiöse Dimension
Die Balkanroute des Jerusalemwegs, die durch Ungarn, Serbien, den Kosovo und Nordmazedonien nach Griechenland führt, hat eine besondere Bedeutung für das gesamte Friedensprojekt. Sie verbindet Mitteleuropa mit dem östlichen Mittelmeerraum und steht für die Versöhnung von Völkern und Kulturen in einer Region, die seit Jahrhunderten von Konflikten und Teilungen geprägt ist.
Pilgerinnen und Pilger begegnen hier lebendiger Geschichte, spiritueller Vielfalt und interkulturellem Dialog – von muslimischen Traditionen über serbisch- und griechisch-orthodoxes Christentum bis hin zu weiteren religiösen Ausdrucksformen, stets im Geist von Respekt und Frieden.
Dieser Abschnitt bildet zugleich die ideale Vorbereitung auf den weiteren Weg durch die Türkei und den Nahen Osten. Besonders der Kosovo hat große Symbolkraft: eine Region im Wandel, die den Geist von Transformation und Hoffnung verkörpert.
Wie ein Mitglied des Europäischen Parlaments bei unserer Ausstellung in Brüssel sagte: „Ohne Frieden auf dem Balkan zerfällt Europa.“ Der Jerusalemweg führt daher bewusst über den Balkan – als lebendige Brücke zwischen Religionen, Kulturen und der geistig-politischen Seele Europas.
Fotos von Pilgerreisen am Balkan: Hier öffnen
Mit dem Eintritt in die Türkei betreten Pilgerinnen und Pilger eine der historisch und spirituell reichsten Regionen der Erde.
Der Jerusalemweg durch die Türkei führt durch eine Region von außergewöhnlicher historischer, kultureller und spiritueller Dichte.
Am Hellespont / den Dardanellen überschreitet der Weg die historische Schwelle von Europa nach Asien – ein Abschnitt voller Mythen und Geschichte. Bereits Xerxes I. und Alexander der Große zogen hier mit ihren Heeren über; auch Kaiser Friedrich I. Barbarossa überquerte die Dardanellen.
Entlang der über 2.000 km langen Route durch Westanatolien & Ägäis, das Lykos-Tal / Phrygien, Zentrales Anatolien, Kilikien & Mittelmeerküste sowie Südostanatolien liegen zahlreiche bedeutende Orte der Antike und des frühen Christentums, darunter Troja, Assos, Smyrna (Izmir), Pergamon, Ephesus, Laodicea, Hierapolis, Pamukkale und Konya. Diese Orte sind bewusst direkt in die Routenführung integriert.
Der Jerusalemweg durch die Türkei wurde bereits von vielen Pilgerinnen und Pilgern begangen – auch von Frauen allein oder in kleinen Gruppen. Viele berichten von großer Gastfreundschaft, Offenheit und Hilfsbereitschaft entlang des Weges. Die Navigation erfolgt grundsätzlich über GPS. Markierungen und Aufkleber sind in vielen Regionen vorhanden, ersetzen jedoch nicht die GPS-Navigation.
Hinweis / Istanbul: Falls man auch zusätzlich Istanbul besuchen möchte, ist ein bewährtes Vorgehen in Keşan ein paar Ruhetage einzulegen, um von dort mit dem Bus (Direktverbindung) nach Istanbul zu fahren, die Stadt zu besichtigen – und anschließend wieder zurückzukehren und den Jerusalemweg fortzusetzen. Dies wurde von mehreren Pilgerinnen und Pilgern bereits so gemacht.
Hier weiterlesen: Türkei – Route, Geschichte, Kultur & spirituelle Orte
Tipp: Weitere Informationen findest du auch im Menü Route unter Türkei. Darüber hinaus gibt es auch geführte Pilgerreisen auf dem Jerusalemweg durch die Türkei.
Der Jerusalemweg erreicht im Heiligen Land einen besonders bedeutungsvollen, aber auch sensiblen Abschnitt. Jordanien, Palästina und Israel sind geprägt von großer religiöser Vielfalt, tiefen spirituellen Traditionen und unterschiedlichen politischen Realitäten.
Viele Pilgerinnen und Pilger berichten zugleich von großer Gastfreundschaft, Offenheit und Herzlichkeit, die ihnen den Menschen entlang des Weges begegnet.
Der Jerusalemweg versteht sich hier ausdrücklich nicht politisch, sondern als Friedens- und Begegnungsweg. Als internationaler Friedensweg baut er durch Begegnungen und gegenseitige Anerkennung Vorurteile ab und verbindet Menschen unterschiedlichster Herkunft, Kulturen und Religionen. Als interkulturelles Projekt richtet er sich an die Menschheitsfamilie – unabhängig von religiöser Zugehörigkeit, Herkunft oder Weltanschauung.
Pilgerinnen und Pilger sind eingeladen, diesen Raum mit Respekt, Achtsamkeit und Offenheit zu betreten – gegenüber Menschen, Kulturen und religiösen Stätten aller Traditionen.
Viele pilgernde Menschen erleben den Jerusalemweg auch als eine Reise der Hoffnung, des gegenseitigen Vertrauens und der inneren Ausrichtung. Herausforderungen unterwegs werden dabei nicht nur als Schwierigkeit, sondern als Teil einer Erfahrung von Gemeinschaft, Solidarität und persönlichem Wachstum verstanden.
Wichtige Hinweise für Planung und unterwegs:
– Aktuelle Visa- und Einreisebestimmungen sowie mögliche Änderungen an Grenzen und Übergängen sind vorab zu prüfen.
– Kulturelle und religiöse Gepflogenheiten sind zu respektieren; angemessene Kleidung ist insbesondere an heiligen Orten wichtig.
– Fotografieren ist nicht überall erwünscht – im Zweifel vorher fragen und lokale Hinweise beachten.
– In sensiblen Regionen empfiehlt es sich, lokale Empfehlungen zu berücksichtigen und Etappen vorausschauend zu planen.
Für viele Pilger ist der Weg durch das Heilige Land der spirituelle Höhepunkt der Reise. Zugleich erfordert dieser Abschnitt besondere Umsicht, Flexibilität und persönliche Verantwortung.
Weitere Informationen findest du im Menü „Route“ unter:
– Jordanien
– Israel und Palästina
– Etappen Heiliges Land
Grundsätzliche Hinweise zur Vorbereitung und Eigenverantwortung siehe auch den FAQ-Punkt „Welche Verantwortung tragen Pilgerinnen und Pilger selbst?“
Natürlich. Der Jerusalemweg ist modular aufgebaut. Du kannst überall einsteigen und so lange gehen, wie du möchtest. Auch Etappen über mehrere Jahre sind möglich.
Der Jerusalemweg entfaltet sich Schritt für Schritt – nicht alles muss im Voraus feststehen.
Viele Menschen erleben den Jerusalemweg nicht nur als äußere Reise, sondern als eine Erfahrung von Vertrauen, Vorurteilsabbau und tiefen Begegnungen, die den inneren Weg und die Hoffnung stärken.
Der Jerusalemweg ist offen für alle Menschen – unabhängig von Religion, Herkunft oder Weltanschauung. Der Weg steht für Frieden, Toleranz und Völkerverständigung.

Kurzversion: Das Logo des Jerusalemwegs ist zugleich die internationale Wegmarkierung. Seine vier Farben stehen für die Elemente Feuer, Luft, Wasser und Erde und verbinden praktische Orientierung mit einer klaren, universellen Botschaft: Sichtbarkeit, Offenheit, Inspiration und Frieden. Der Olivenzweig in der Taube ist das universelle Friedenssymbol und Herz des Logos.
Ausführliche Beschreibung
Das Logo vereint vier Farben, die für grundlegende Werte und universelle Elemente stehen:
- Rot (Feuer): Sichtbarkeit, Energie und Lebenskraft. Das kräftige Rot verleiht der Markierung unübersehbare Klarheit und erinnert an die gemeinsame Menschheitsgeschichte mit ihren Opfern und Herausforderungen. Erweiterte Bedeutung: Rot verkörpert Mut, Lebensenergie und Aktivierung – es steht für den inneren Schritt, den jede Pilgerreise erfordert.
- Weiß (Luft): Offenheit, Neutralität und Transparenz. Weiß verbindet alle Farben und steht für den Raum, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Kultur einander begegnen können.
- Blau (Wasser): Himmel, Weite, Inspiration und Spiritualität. Blau vermittelt Ruhe und Vertrauen, symbolisiert die Verbindung von Ländern und Kontinenten und unterstreicht die internationale Dimension des Jerusalemwegs. Erweiterte Bedeutung: Blau steht für Frieden, Weite und Klarheit – eine Einladung, neue Horizonte zu öffnen.
- Grün (Erde): Natur, Leben und Frieden. Der Olivenzweig in der Taube ist ein weltweit anerkanntes Friedenssymbol und verweist auf die zentrale Botschaft des Jerusalemwegs: Versöhnung und Verständigung. Erweiterte Bedeutung: Grün bedeutet Hoffnung, Heilung und Rückverbindung zur Natur – ein Symbol für inneren und äußeren Frieden.
Das Besondere:
- - Rot und Weiß bilden die klare Wegmarkierung – Orientierung und Sichtbarkeit.
- - Blau und Grün transportieren die Botschaft – Frieden, Verbindung von Himmel und Erde, Natur, Religion und Inspiration.
Fazit: Das Logo ist weit mehr als ein grafisches Zeichen. Es ist eine Symbolsprache, die Orientierung mit einer universellen Botschaft verbindet: Sichtbarkeit, Offenheit, Inspiration und Frieden.
Der Jerusalemweg ist aufgrund seiner internationalen Dimension sowie seines historischen und kulturellen Hintergrunds offizieller Kandidat für die Zertifizierung als Kulturroute des Europarates. Derzeit befindet sich das Projekt im laufenden Evaluierungsprozess. Die angestrebte Zertifizierung unterstreicht den Beitrag des Jerusalemwegs zu Völkerverständigung, interkulturellem Dialog und Friedensarbeit auf internationaler Ebene.
Der Jerusalemweg ist kein organisierter Pauschalweg, sondern ein individueller Friedens- und Pilgerweg. Jede Pilgerin und jeder Pilger trägt Verantwortung für die persönliche Vorbereitung, die Navigation und Etappenplanung, die Einhaltung lokaler Gesetze und Gepflogenheiten sowie für eine realistische Selbsteinschätzung.
Die internationalen, ehrenamtlichen Länder-Teams des Jerusalemwegs sowie lokale Ansprechpartner vor Ort geben Orientierung und Empfehlungen, ersetzen jedoch keine persönliche Reiseentscheidung. Ergänzend dazu gibt es eine internationale Pilger-Community des Jerusalemwegs. Über freiwillige Austauschgruppen (z. B. unsere internationale "WhatsApp Pilgergruppe" oder soziale Medien) teilen Pilgerinnen und Pilger Erfahrungen, Hinweise und Ermutigung. Die Teilnahme ist freiwillig und versteht sich als gegenseitige Unterstützung von Pilgern für Pilger.
Der Weg darf leicht gehen – und zugleich werden Herausforderungen kommen. Sie bewusst anzunehmen, birgt die Chance für persönliches Wachstum.
Anmerkung: Syrien ist derzeit nicht begehbar. Bitte beachte die Alternative via Flug von Türkei nach Jordanien, beschrieben im Menü "Türkei" sowie unter "Syrien". Hinweise zu Einreise- und den Visa-Bestimmungen sowie zu länderspezifischen Besonderheiten finden sich auch im Abschnitt zum Heiligen Land.
Für eine vertiefende Orientierung und praktische Hinweise unterwegs empfehlen wir zusätzlich unsere Pilgerinfo: https://www.jerusalemway.org/faq/pilgerinformationen
Der Jerusalemweg ist ein gemeinnütziges, internationales Friedensprojekt, das von vielen Menschen ideell und praktisch mitgetragen wird. Unterstützung ist auf unterschiedliche Weise möglich – je nach persönlichen Möglichkeiten:
- durch Weitererzählen und Verbreitung der Idee des Jerusalemwegs,
- durch Mitarbeit in Projekten, Veranstaltungen oder regionalen Initiativen,
- durch eine Mitgliedschaft im Verein „JERUSALEM WAY International Peace Team“,
- durch finanzielle Unterstützung in Form von Spenden.
Jede Form der Unterstützung hilft, den Jerusalemweg als Weg des Friedens, der Begegnung und der Verständigung weiterzuentwickeln. Hinweise zu Kontakt, Mitarbeit, Mitgliedschaft oder Spendenmöglichkeiten finden sich im entsprechenden Bereich der Website.
Wenn du eine weitere Frage hast oder Feedback geben möchtest, sende uns bitte eine Nachricht über das unten angeführte Kontaktformular:









